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Das Hayek Institut feiert 30jähriges Bestehen in der OeNB

Das Hayek Institut feiert 30jähriges bestehen in der OeNB

Wer war Hayek?

Anlässlich des 30.jährigen Bestehens des Friedrich A. v. Hayek Instituts fand am 27. November ein Panelgespräch in den Räumen der Oesterreichischen Nationalbank statt. Die Gewichtung bekannter und einiger wenig bekannter Fakten über das Leben und Werk des Nobelpreisträgers besprachen OeNB-Gouverneur Prof. Dr. Robert Holzmann und die beiden Hayek Biographen Prof. Bruce Caldwell und Prof. Hansjörg Klausinger mit Hayek Institut Präsidentin Dr. Barbara Kolm.

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Bevor wesentliche Aspekte von Hayeks Theorien besprochen wurden, eröffnete Professor Klausinger spannende Einblicke in Friedrich von Hayeks persönlicher Entwicklung, Familie und seinen intellektuellen Werdegang im Wien der 20er und 30er Jahre.

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Hayek war geprägt von einer liberalen Auffassung, einer ideologieübergreifenden, offenen Diskussion, deren Ziel nicht darin bestand, eine bestimmte Meinung durchzusetzen, sondern vielmehr darin, das Wissen Vieler zu nutzen, um echte Lösungen zu finden. Unter Beweis stellte er dies nicht zuletzt mit Empfehlungsschreiben für unter anderem Josef Steindl oder Kurt Rothschild, deren wissenschaftliche Meinung er nicht teilte. Auch die berühmt gewordenen „Hayek versus Keynes Debatten“ bestätigen diese Haltung. Das gemeinsame Ringen um die Rettung des kapitalistischen Wirtschaftssystems vor den Folgen der großen Depression wurde nur durch den allzu frühen Tod John Maynard Keynes beendet.

Hayek sprach sich deutlich gegen jede Form von Planwirtschaft aus und argumentierte mit seinen Erkenntnissen betreffend Wissensproblem und Konjunkturzyklustheorie.

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Internationaler Durchbruch mit dem Weg zur Knechtschaft

In den Jahren des zweiten Weltkrieges, die Hayek in England verbrachte, entstand auch das wohl bekannteste Werk Hayeks „Der Weg zur Knechtschaft“. Professor Caldwell berichtete, dass der internationale Durchbruch mit der kompakten, 20-seitigen Reader´s Digest Version kam, die nicht zuletzt in den USA auf große Begeisterung stieß.

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Hayeks Überzeugung, gegen zentralplanerische Bestrebungen nicht mit Kampagnen, sondern mit der Förderung des philosophischen Fundaments einer liberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, entgegentreten zu müssen, mündete in der Gründung der Mont Pelerin Society und der ausschlaggebenden Rolle, welche Friedrich Hayek dabei einnahm.

Professor Holzmann sprach einen in seinen Augen wesentlichen Vorzug Hayeks an, der bis heute auch im Hayek Institut gelebt und gepflegt wird: Anders als viele seiner intellektuellen Kontrahenten bediente sich Hayek nicht ausschließlich mathematischer und ökonometrischer Modelle, sondern verfolgte stets einen gesamtheitlichen Ansatz. Er berücksichtigte immer das Gesamtbild von Gesellschaft und Wirtschaft.

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Die Paneldiskussion endete mit einer spannenden Fragerunde, in der die verschiedenen Aspekte Friedrich von Hayeks Leben und Werk weiter intensiv debattiert wurden.

Anlässlich der 30-Jahr-Feier präsentierten Präsidentin Dr. Barbara Kolm, Prof. Dr. Robert Holzmann und Prof. Dr. Hansjärg Klausinger gemeinsam mit den anwesenden Vorständen des Hayek Instituts Dr. Rüdiger Stix, Dr. Georg Vetter und Dr. Richard Zundritsch das neue Logo des Hayek Instituts.

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Die Meinungen, die hier auf hayek-institut.at veröffentlicht wurden, entsprechen nicht notwendigerweise jenen des Hayek Instituts.

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