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Hayek Awards im Jubiläumsjahr – Festliches Dinner anlässlich 30 Jahre Hayek Institut

Hayek Lifetime Achievement Awards 2023

Die Hayek Lifetime Achievement Awards 2023 gehen an…

Nach dem nachmittäglichen Panelgespräch zwischen OeNB Gouverneur Prof. Robert Holzmann und den Hayekbiographen Prof. Bruce Caldwell und Prof. Hansjörg Klausinger, fand am Abend des 27. November Teil 2 der Veranstaltung anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Friedrich A. v. Hayek Instituts statt: Im Rahmen eines festlichen Dinners im Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz wurden die Hayek Lifetime Achievement Awards verliehen. IV Generalsekretär Christoph Neumayer begrüßte die prominenten Gäste, Mitglieder und Vorstände des Hayek Instituts.

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Eamonn Butler

Das beachtliche Engagement der beiden Preisträger, Dr. Eamonn Butler und Prof. Dr. Erich Weede, wurde mit Laudationes von Sir Keith Miles und Gouverneur Robert Holzmann gewürdigt. Eamonn Butler, Gründer des Adam Smith Institute, betonte Miles, habe sich durch jahrzehntelangen unvergleichlichen Einsatz für klassisch liberale Werte ausgezeichnet. Dies vor allem in seiner Tätigkeit als Autor von zahlreichen Büchern und als Präsident von einem der bedeutendsten britischen Think Tanks, der jahrelang das internationale Think Tank Ranking der University of Pennsylvania anführte. Eamonn Butler hat die Ideen und Lehren der österreichischen Schule für ein breites Publikum geöffnet. Miles Empfehlung für zwei Bücher, „die ich meinen Enkelkindern zum Lesen und Lernen geben würde, sind Butler´s Foundations of a Free Society (Fundamente einer freien Gesellschaft) und An introduction to Democracy (Eine Einführung in die Demokratie). Nicht nur meine Enkelkinder, sondern jeder Schüler und jede Schülerin sollte diese Bücher lesen!“

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Eamonn Butler überraschte das Publikum mit einer in seiner gewohnt bescheidenen Art humorvollen auf Deutsch gehaltenen Dankesrede, angekündigt in zwei Ausführungen: „Danke“ und „Vielen Dank“.

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30 Jahre Geschichte des Hayek Instituts

Vor der nächsten Laudatio hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Fotos aus 30 Jahren Institutsgeschichte zu sehen. Erinnerungen an prominente Gäste (wie beispielsweise Nobelpreisträger Robert Mundell, Staatsoberhäupter wie Benjamin Netanjahu, Ivan Miklos, Jose Pinera und die britische Premierministerin Magaret Thatcher), Studien zu einer Vielzahl von sozioökonomischen Fragestellungen und Publikationen, die teilweise bereits in der vierten Auflage vertrieben werden. Bilder von kleinen Diskussionsrunden und Mega-Veranstaltungen wie der Free Market Road Show zeigten das breite Spektrum an Aktivitäten des Hayek Instituts.

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Erich Weede

Prof. Dr. Robert Holzmann wies in seiner Laudatio für Prof. Dr. Erich Weede auf die Bedeutung des Hayek Lifetime Achievement Award und die zeitlose Relevanz der Prinzipien der österreichischen Schule hin:

„Wirtschaft ist mehr als nur Zahlen und Diagramme. Sie ist Ergebnis von menschlichem Denken und Handeln.“

Holzmann zeigte die direkte Verbindung zwischen den Lehren der österreichischen Schule und der intellektuellen Tätigkeit von Erich Weede auf. Den Grundstein von Weedes Forschung bildet die Überzeugung, dass unser gesellschaftlicher Wohlstand primär auf individueller Freiheit und insbesondere wirtschaftlichem Wettbewerb basiert. Dieser Denkansatz wird vor allem in Weedes wirtschaftshistorischen Analysen, speziell in der Forschung zum rapiden wirtschaftlichen Aufstieg der Volksrepublik China, und dessen geopolitischen Konsequenzen deutlich.

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Prof. Weede nutzte seine Dankesrede, um zu betonen, wie sehr seine eigene Auffassung von verschiedenen österreichischen Denkern beeinflusst wurde. Er unterstrich vor allem die Bedeutung der Philosophie von Karl Popper, Ludwig von Mises, Friedrich von Hayek und Joseph Schumpeter. In seiner Rede stellte Weede jeweils ein Zitat von den genannten Denkern vor, welche ihn und seine Forschung besonders geprägt haben. Dr. Erich Weede zitierte Friedrich von Hayek:

„Wenn man das menschliche Wissen, das über Tausende und Millionen von Köpfen verstreut ist, nutzen will, braucht man wirtschaftliche Freiheit. Andernfalls wird der Großteil des menschlichen Wissens verschwendet sein, und die Menschen werden arm bleiben.”

Joseph Schumpeters Theorie der schöpferischen Zerstörung zugunsten der Schaffung neuen Wohlstands zitierte er im Anschluss. Weede endete seinen Vortrag mit einem deutlichen Hinweis auf die Bedeutung der Lehren der österreichischen Schule vor allem angesichts aktueller wirtschaftspolitischer Entwicklungen in Europa.

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Die Urkunden für die Preisträger, unterzeichnet u.a. vom Ehrenpräsidenten des Hayek Instituts Nobelpreisträger Vernon Smith, und die Swarovski Rising Stars wurden von Generalsekretär Christoph Neumayer, Vizepräsident Julian Hadschieff und Präsidentin Barbara Kolm überreicht.

Gäste der Gala

Richard Zundritsch, Vorstand im Hayek Institut führte durch den Abend und dankte für die Gastfreundschaft im Haus der Industrie und jenen Sponsoren, durch deren „Geburtstagsspenden“ die Forschungstätigkeit im Hayek Institut unterstützt wird: Direktor Eduard Schock (OeNB), Unternehmer Johannes Strohmayer, LGT Vorstand Maximilian Hahn, Senator Ronny Pecik (RPR Privatstiftung) und Direktor Markus Tomaschitz (AVL List).

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Unter den prominenten Gästen bei der Award-Verleihung und Geburtstagsfeier waren u.a.: Edeltraud Fichtenbauer, Vorstand der DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group, Wirtschaftsprofessor und Hayek-Biograf Hansjörg Klausinger, Staatssekretär a.D. Hubert Fuchs, Botschafterin a.D. Elena Kirtcheva, Herbert Allram und Helene Kanta (Vorstände Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsverein – Vermögensverwaltung – Vienna Insurance Group),  Skiproduzent Paul Fischer, Altrektor Georg Winckler (Universität Wien) und Paneuropa-Generalsekretär Rainhard Kloucek.

Hayeks Der Weg zur Knechtschaft

Franz Portisch, Generalsekretär des Sparkassenverband Österreich ermöglichte ein „Geburtstagspräsent“ für die Gäste, unter denen denn auch das wohl bahnbrechendsten Werk von Friedrich A. Von Hayek verteilt wurde: „Der Weg zur Knechtschaft“.

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Für alle Mitglieder des Hayek Instituts, die nicht bei der Festveranstaltung waren, liegt je ein Exemplar im Hayeksaal bereit. Barbara Kolm ist zwar überzeugt, dass es wohl kaum ein Mitglied gibt, in dessen Bücherregal das berühmte Werk fehlt „aber, es gibt immer jemanden im Umfeld, der noch nicht mit Hayek vertraut ist. Und damit wir weiter wachsen, müssen wir alle die Botschaft weitergeben!“ sagte Barbara Kolm und beschloss den Abend mit den Worten von Vorstand Markus Tomaschitz über das Hayek Institut:

„Es ist jene wirtschaftsliberale Kraft im Land, die es mehr denn je braucht. Wenn Umverteilung zur Enteignung wird, ist die Idee des Sozialstaats beendet. Nivellierung tötet – erst den Leistungswillen, dann die Kreativität und später den Sozialstaat. Daher ist das Institut gefordert, ökonomische Zusammenhänge darzustellen, um daraus die richtigen Schlussfolgerungen für Wohlstand und Wachstum in Österreich zu ziehen.“

Liebe Mitglieder, Ihr Exemplar von „Der Weg zur Knechtschaft“ liegt im Hayeksaal (Grünangergasse 1 / 15-1, 1010 Wien) bereit! Zum selber lesen, zum Weitergeben, zur Einladung potentieller Mitglieder.

Mehr Fotos finden Sie hier.

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Die Meinungen, die hier auf hayek-institut.at veröffentlicht wurden, entsprechen nicht notwendigerweise jenen des Hayek Instituts.

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