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Smart Sustainable Cities – Städte auf dem Weg in die Zukunft

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Barbara Kolm leitet den weltweit ersten UN United 4 Smart Sustainable Cities National Hub in Österreich und wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden der UN ITU Focus Group on Environmental Efficiency for Artificial Intelligence and other Emerging Technologies (AI4EE) ernannt.

Die Entwicklung des Projekts

Barbara Kolm hielt im Hayek Institut einen Vortrag zu einem für sie ungewöhnlichen Thema. Statt Geld- und Währungspolitik oder Fragen zum Wirtschaftswachstum ging es um die Zusammenarbeit mit der U4SSC Initiative und die gemeinsame Entwicklung der Key Performance Indicators. Vor acht Jahren wurde sie im Rahmen einer Konferenz auf die Initiative aufmerksam und wurde eingeladen, an dem Projekt mitzuarbeiten. Ziel war es einen Kriterienkatalog zu erarbeiten, anhand dessen Städte und Regionen ihren Status bei der Erreichung der SDG-Ziele messen können. Große Themenbereiche sind beispielsweise Digitalisierung, Technologisierung, Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft, Gesundheit oder Ernährungssicherheit.

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Der Beitrag von AEC und Hayek Institut

An dem umfassenden Katalog arbeiteten mittlerweile 18 UNO Organisationen mit, die ihre jeweiligen Schwerpunkte einbrachten. Die liberalen Institute Austrian Economics Center und Hayek Institut beteiligten sich an der wissenschaftlichen Recherche und legten den Fokus auf Wirtschaftswachstum und Freiheit in unterschiedlich strukturierten Städten. Es nützt einer Stadt nicht, wenn alles grün und smart ist, sie aber keine Arbeitsplätze bietet. Ohne Unternehmen gibt es keine Steuerzahler, beides ist wichtig für einen nachhaltigen Wirtschaftsstandort.

Die Arbeit für die UNO ist unentgeltlich; jede Organisation muss die Mittel selbst aufbringen. Für das Hayek Institut war es wichtig, marktwirtschaftliche Lösungen zu integrieren.

Herausforderungen bei der Definition von KPIs

Eine Schwierigkeit bei der Entwicklung der KPIs bestand darin, sie für unterschiedliche Lebensräume anwendbar zu gestalten. Eine Stadt wie Innsbruck lässt sich nicht direkt mit einem Dorf in Asien und einer Metropole wie Montreal vergleichen. Zusätzliche Faktoren müssen berücksichtigt und gewichtet werden: z.B. die ökonomische Integration (Entwicklungs-, Schwellen oder Industrieland), geografische Lage, Einwohnerzahl, etc.

Insgesamt gibt es 55 Kernindikatoren und zusätzlich 36 vertiefende Indikatoren mit zahlreichen Unterkategorien und Datenpunkten. Zusammen mit einem in Österreich ansässigen, weltweit agierenden Beratungsunternehmen ist es innerhalb kurzer Zeit gelungen, die KPIs zu digitalisieren und so für Städte effizienter nutzbar zu machen.

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Erster U4SSC National Hub

Nach acht Jahren intensiver wissenschaftlicher Arbeit wurde Barbara Kolm von der UNO beauftragt, den weltweit ersten National Hub in Wien zu gründen. Dieser Hub repräsentiert die U4SSC Initiative und hat die Aufgabe, Städten, Regionen, Gemeinden auf der einen Seite und Unternehmen auf der anderen Seite die KPIs zu kommunizieren.

In Ghana gibt es seit einigen Monaten einen zweiten National Hub, der vom dortigen Bildungsministerium finanziert wird. Im Gegensatz dazu finanziert sich der österreichische Hub bewusst marktwirtschaftlich, um politisch unabhängig zu bleiben.

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Was haben Städte von U4SSC und den KPIs?

Im Jahr 2050 werden schätzungsweise 70 % der Weltbevölkerung in Städten leben – ein enormer Anstieg. Heutige Städte sind mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert, die mit den SDGs bis 2030 weitgehend gelöst werden sollen, um die Weichen für das Bevölkerungswachstum zu stellen.

Die KPIs helfen bei der Erfolgsmessung; Städte, Gemeinden, Regionen und Unternehmen sehen ihren Status, wenn sie den Evaluierungsprozess durchlaufen. KPIs schaffen Benchmarks und zeigen den Fortschritt auf dem Weg zur Zielerreichung an. Der Weg zur Smart City wird vom U4SSC National Hub begleitet.

Interessenten entrichten eine Gebühr an die UNO Organisation, werden für die Webseite freigeschaltet und können ihre Daten hochladen. Diese werden auf Plausibilität geprüft und anschließend Detailfragen mit einem Analysten der U4SSC geklärt. Am Ende erhalten die Teilnehmer einen detaillierten Bericht über ihren Status quo und werden auf der Webseite der UNO mit gesamtem Report als Smart Sustainable City präsentiert.

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Wels – die erste offizielle Smart City Österreichs

Wels war der erste österreichische Kandidat für den Smart City Status und absolvierte den Prozess mit Bravour.

Bewusstseinsbildung notwendig!

Die Probleme unserer Zeit und die SDGs sind bei jungen Menschen ein großes Thema. Allerdings darf die Diskussion nicht einseitig geführt werden. Kosten und Nutzen müssen stets im Auge behalten werden.

Author

Die Meinungen, die hier auf hayek-institut.at veröffentlicht wurden, entsprechen nicht notwendigerweise jenen des Hayek Instituts.

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