Etwa 80% aller menschlichen Entscheidungen betreffen Raum oder sind von räumlichen Situationen betroffen. Geodaten und Geotechnologien sind zentral für diverse Aktivitäten und Entscheidungsprozesse, und somit ein unverzichtbarer Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. Wir benützen sie in vielen Bereichen, wie zum Beispiel öffentlicher Verkehr, Umweltschutz, Energieversorgung, Planung, Katastrophenmanagement, oder Land-​​ und Forstwirtschaft. Dieser Vortrag gibt anhand von konkreten Anwendungsbeispielen einen Überblick über den Einsatz von Geodaten und Geotechnologien zum Wohle einer nachhaltigen Gesellschaft. Weiters werden zukünftige gesellschaftliche Implikationen diskutiert.

Martin Raubal ist Professor für Geoinformations-Engineering an der ETH Zürich. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Center for Sustainable Future Mobility der ETH Zürich und Mitglied des Future Resilient Systems Management Committee am Singapore-ETH Centre. Davor war er Associate Professor und stellvertretender Vorsitzender am Department of Geography, University of California, Santa Barbara, und Juniorprofessor an der Universität Münster. Martin Raubal promovierte 2001 an der TU Wien mit Auszeichnung. Seine Forschungsinteressen liegen in räumlicher Entscheidungsfindung mit einem Schwerpunkt auf mobilen Geoinformationssystemen und standortbezogenen Diensten. Dabei werden einerseits räumlich-zeitliche Aspekte der menschlichen Mobilität analysiert, andererseits wird mit Methoden, wie beispielsweise mobiles Eye-Tracking, die visuelle Aufmerksamkeit bei der Interaktion mit Geoinformationen in räumlichen Entscheidungssituationen untersucht. Anwendungsbereiche seiner Forschung liegen in den Gebieten Transport, Energie und Luftfahrt.

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